Nichts für schwache Nerven war das Auswärtsspiel des Tabellenführers der Bezirksoberliga TSV 1860 Ansbach 2 beim CVJM Erlangen: 30 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit gehen die Hausherren mit 77:74 in Führung, doch die entschlosseneren Gäste stehlen den Sieg durch einen Ballgewinn von Jan Niklas Müller, einem Dreier von Lukas Diller und der Übersicht von Roman Miller, der den besser postierten Damian Dubienka anspielt. Nach Dubienkas Treffer waren noch 0,6 Sekunden zu spielen, was aber zu wenig war für einen Angriff der Hugenottenstädter. Nach der Schlusssirene feierte das Ansbacher Team ausgiebig diesen glücklichen Sieg. Damit fehlen der Überraschungsmannschaft der Liga nur noch zwei Siege aus drei Spielen, um die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bayernliga feiern zu können.

In Erlangen starteten die Bezirkshauptstädter gut und führten nach fünf Punkten von Muhammed Keser mit 12:4. Nach dem dritten Dreier von Jan Niklas Müller zum 29:20 in der zwölften Minute schlichen sich allerdings Nachlässigkeiten ins Ansbacher Spiel und die Gastgeber waren am Drücker: 15:1 Punkte und die Ansbacher lagen nur vier Minuten später 30:35 hinten. Das Spiel wurde zunehmend physischer und die Gäste brauchten bis zum Ende des dritten Viertels (58:63) um sich darauf einzustellen. Florian Goldau mit vier Punkten und Jan Niklas Müller mit sieben Punkten in Folge brachten ihre Farben wieder auf 71:72 heran. Auf der Zielgeraden zeigten sich die Gäste willensstärker und cleverer: beim 77:77 16 Sekunden vor dem Ende nimmt der Erlanger Trainer bei eigenem Ballbesitz eine Auszeit, um den letzten Angriff zu besprechen. Die Taktik ging nach hinten los, denn der Ansbacher Konter zum glücklichen Ende war so bestimmt nicht besprochen.

Die Stärken der Ansbacher Mannschaft sind nicht nur gegen Erlangen ihre Ausgeglichenheit und ein starkes letztes Viertel: In Erlangen hat jeder eingesetzter Spieler mindestens 8 und höchstens 21 Punkte erzielt. In den Schlußvierteln aller 15 Partien zusammen kommen die TSVler auf eine positive Punktdifferenz von 112 und in den Vierteln eins bis drei kommen sie zusammen nur auf eine Differenz von 57 Punkten. In Worten: im letzten Viertel sind entweder die Gegner bereits müde oder die Ansbacher konditionell einfach besser.


Für den TSV traten an: Muhammed Keser (8); Jan Niklas Müller (21); Lukas Diller (11); Vadim Petrenko; Roman Miller ((8); Philipp Winterhalter (8); Benno Schwemmer; Florian Goldau (13); Damian Dubienka (11); Klaus Philipeit.


CVJM Erlangen : TSV 1860 Ansbach | 77:80


Bericht: Klaus Philipeit

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