„Hauptsache gewonnen“. Diese Erkenntnis muss die dritte Mannschaft vom TSV Ansbach, die am Samstagabend beim Tabellenschlusslicht SC Großschwarzenlohe gastierte, aus dem Spiel mitnehmen.
Mit elf Mann und zwei Siegen im Gepäck ging man zu gelassen in das Spiel gegen den abstiegsgefährdeten SC, der zudem mit nur sieben Spielern angetreten ist. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (13:13) setzten sich die Hausherren mit einfachsten Punkten zum Viertel mit 19:13 ab.

Auch im zweiten Viertel ging das Punktesammeln des Gegners aus Ansbacher Sicht zu leicht. Da auch in der sonst so starken Offensive die Würfe nicht fallen wollten und die Spielzüge nicht konsequent ausgespielt wurden, lagen die Gäste schnell mit 14 Punkten zurück (29:15). In einer Auszeit des SC Großschwarzenlohe ließ der Ansbacher Coach Johannes Haberer den Spielern seine Unzufriedenheit spüren und dessen Ansage erzielte seine erwünschte Wirkung. Wie ausgewechselt starteten die Ansbacher eine Phase mit einem 10:0-Lauf (29:25). Doch anstatt dieses Momentum zu nutzen, konnten die Hausherren wiederum eine weitere Schwächephase ihres Gegners nutzen, sodass sie zur Pause mit einer 38:30-Punkte-Führung in die Halbzeit gingen.

Die „Dritte“ aus der Bezirkshauptstadt wusste, dass das Spiel noch lange nicht verloren war. Eine ruhige und sachliche Halbzeitansprache des Coachs wussten die Spieler im dritten Viertel mit viel Willen und Einsatz umzusetzen. Mit überlegten Abschlüssen in der Offensive als auch mittlerweile guter Verteidigung abseits vom Ball wurde das dritte Viertel mit 17:9 gewonnen (47:47).

Mit einem ausgeglichenen Spielstand ging es also in das wichtige letzte Viertel. Nach einem anfänglichen Schlagabtausch (54:52) konnten die Ansbacher die quantitative Überlegenheit gegen einen mittlerweile kaputten Gegner ausnutzen. Einfache Fastbreaks und zweite Chancen in der Offensive führten zu einem weiteren 10:0-Lauf, welcher die Entscheidung des Spiels brachte.

Fazit: In einem im Großen und Ganzen schwachen Spiel, bei dem am Ende die Ausdauer und der Wille über den Sieg entschied, hatten die Ansbacher das glücklichere Ende. Dennoch kann man mit einem guten Gefühl und drei von drei möglichen Siegen in der Rückrunde in das nächste Spiel gehen. Dort geht es dann am kommenden Samstag in Erlangen gegen den CVJM 2. Aufgrund des stärkeren Gegners muss sich auch die Spielqualität der Ansbacher steigern. Dafür wollen die Spieler die Trainingswoche fokussiert und akribisch angehen, um auch in Erlangen einen Sieg einzufahren.


Punkte: Albert (3 Punkte), Filmore, Fischer (16), Gänse (2), Hartmann, Heim (6), Herrmann (13), Hornbacher (16), Knebel (7), Marzok (3), Schwemmer


SC Großschwarzenlohe : TSV 1860 Ansbach | 57:66


Bericht: Stefan Herrmann

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