Mit drei von drei möglichen Siegen in der Rückrunde liefen die Spieler um Headcoach Johannes Haberer zwar ohne zwei ihrer Stammspieler, aber trotzdem mit großem Selbstvertrauen in Erlangen auf. Gegen einen quantitativ breit aufgestellten Gegner gestaltete man das Spiel im ersten Viertel sehr ausgeglichen. (21:20)

Im zweiten Viertel stellten die Gastgeber ihre spielerischen Qualitäten in Form von Dominanz unter dem Korb und Treffsicherheit unter Beweis und versuchten den Ansbachern ihr Spiel aufzudrücken. Zum Bedauern des Ansbacher Trainers gelang ihnen dies zu leicht, wobei auch die personellen Rotationen im Ansbacher Kader keinen Einfluss nehmen konnten. Die Überlegenheit der Hausherren in dieser Phase des Spiels wurde am Ende der ersten Halbzeit von zwei wichtigen Fastbreaks, die aufgrund der weiterhin soliden Verteidigungsleistung resultierte, aus Ansbacher Sicht eingedämmt. Somit sind die Gäste aus der Bezirkshauptstadt mit einem Neun-Punkte-Rückstand noch gut bedient in die Halbzeitpause gegangen. (45:36)

Mit der sowohl sportlichen als auch der Comeback-Qualität des Kaders machte man sich jedoch nicht so viele Gedanken um den Punktestand und wollte in der zweiten Halbzeit weiterhin versuchen, die Nerven nicht zu verlieren und mit viel Einsatzkraft den Gegner zu überwinden. Dieses Vorhaben wurde in den ersten Minuten des dritten Viertels unterstrichen.

Mit der Umstellung auf eine Mannverteidigung konnten die Flügelspieler einen größeren Druck auf die ballführenden Spieler ausüben und damit eine große Anzahl an Ballverlusten provozieren. Zusammen mit dem schnellen Umschaltspiel konnte man einfache Punkte mittels Fastbreaks erzielen.

Auch zwei frühe Auszeiten der Erlanger konnten diese starke Phase der Ansbacher nicht stoppen, in der innerhalb von vier Minuten ein 9-Punkte-Rückstand in eine 5-Punkte-Führung (50:55) erspielt wurde. Doch nicht zum ersten Mal in dieser Saison hatte eine solche Aufholjagd so manchen Tribut gezollt. Die vier kräfteverschleißenden Minuten zwangen den Coach zu manchen Auswechslungen, was jedoch den Rhythmus der Mannschaft stark aus dem Spiel brachte.

Der Spielaufbau, die Wurfquote und die defensive Leistung hatte unter der anfänglich aggressiven Spielweise starke Einbußen gefordert. Diese Faktoren spielten dem Gastgeber in die Karten. Die Erlanger machten daraufhin mit ihrem Stil des zweiten Viertels weiter, als hätte die starke Phase der Ansbacher nie stattgefunden. Im weiteren Verlauf des dritten Viertels erspielten sich die Hausherren auch aufgrund der erwähnten schlechten Wurfquote der Gäste einen 15:0- beziehungsweise 19:3-Lauf, was den Halbzeitrückstand sogar noch auf elf Punkte vergrößerte. (69:58)

Das letzte Viertel, in dem noch genug Zeit gewesen wäre, den Rückstand ein weiteres Mal aufzuholen, wollten die Ansbacher Spieler durch schwierige Würfe und gewagte Dribblings zu viel erzwingen, was durch die daraus entstandenen Ballverluste in eine zu hektische Spielweise umschwenkte. Dadurch wurde leider auch das letzte Viertel mit 21:16 verloren.

Fazit: Trotz einer guten Leistung, konnte man das Spiel nicht für sich entscheiden. Auch die Erlanger haderten mit der teilweise starken Verteidigung der Ansbacher, wussten ihre Angriffe jedoch insgesamt überlegter und cleverer auszuspielen. Auch aufgrund der vielen Ballverluste der Ansbacher im Aufbauspiel war der Sieg des Tabellennachbars nicht unverdient. Ganz vergessen sollte man das Spiel trotz der Niederlage nicht, spielten die Ansbacher doch die wahrscheinlich stärkste Phase der Saison. Mit so einer Leistung (konstant abgerufen) ist jeder Gegner in der Liga zu schlagen. Eine Generalprobe für die Begegnungen gegen die Tabellenspitze stellt dabei das nächste Spiel auswärts gegen Burggrafenhof dar. Zwar ist dieser Gegner keine einfache Aufgabe; das ausgesprochene Ziel ist jedoch trotzdem ein ungefährdeter Sieg.


Punkte: Filmore, Fischer (5 Punkte), Gänse (7), Hartmann (2), Heim (16), Herrmann (15), Hornbacher (18), Petrenko (11), Schwemmer


CVJM Erlangen 2 : TSV 1860 Ansbach 3 | 90:74


Spielbericht: Stefan Herrmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü