Mannschaftsfoto Damen-Mannschaft 2019-20

Nach einer leider etwas zu kurzen Saison stehen die Damen des TSV Ansbach als Aufsteiger in die Bayernliga fest. Aufgrund der aktuellen Situation wurde die Saison vorzeitig ein Spiel vor Schluss beendet. Das entscheidende Spiel gegen Tegernheim, bei dem man mit einem Sieg die Meisterschaft in eigener Hand gehabt hätte, fiel leider aus. Deshalb gibt es in dieser Saison keinen offiziellen Meister und die Tabelle wurde zum Stand vom 12.03.2020 „eingefroren“. Als Tabellenführer haben die Ansbacherinnen jedoch das Recht zum Aufstieg erhalten.

Das Ziel vor der Saison war es, spielerisch den nächsten Schritt nach vorne zu machen und sich nach Platz 4 in der Saison 2017/18 und Platz 2 in der vergangenen Spielzeit, wieder in der oberen Tabellenhälfte zu platzieren. Ungewiss war zu Beginn der Vorbereitung noch, ob Ersatz für die feststehenden Abgänge gefunden werden konnte.

Auf der Hochzeit einer Spielerin wurden die beiden erfahrenen Spielerinnen Susanne Körber und Nicole Ströhlein überredet, sich noch einmal das Ansbacher Trikot überzustreifen. Die beiden fügten sich nach ein paar basketballfreien Jahren wieder problemlos ins Teamgefüge ein und konnten ihre Erfahrung vor allem an die jüngeren Spielerinnen weitergeben. Neben Rebecca Sturm, die mit 15 Jahren schon Platz 4 der besten Punktesammler (17,1 Punkte pro Spiel) belegte und sich durch ihren Trainingseifer hervorhob, konnten auch Anneke Brand und Isabell Thoma aus der U18 erste Erfahrungen im Senioren- Bereich sammeln.

Eine weitere unverhoffte Verstärkung kam aus Speyer nach Ansbach: Aufgrund ihres Studiums stieß Jana Bresch zum Team und wurde sofort sportlich, wie auch menschlich ein echter Gewinn für das Team. Neben 7,5 Punkten pro Spiel liegen die Stärken der jungen Aufbauspielerin jedoch vor allem darin, die anderen Spielerinnen um sich herum ins Spiel einzubinden.

So stand der Kader um Kapitänin Laura Müller, Annika Kleinekampmann, Tanja Höfling, Michelle Leibbrandt, Alexandra Bitner, Lisa Kabell, Susanne Fischer, Mattea Volkert, Tina Wirth, Anna Diller und Ludmilla Fischer fest.

Am ersten Spieltag mussten die Damen zuerst noch eine Niederlage gegen die junge und sehr stark aufgestellte Mannschaft des Post SV Nürnberg hinnehmen (73:86), die im weiteren Saisonverlauf leider von einigen Verletzungssorgen geplagt wurde. Danach folgte ein hart erkämpfter Sieg beim Aufsteiger Noris Baskets (53:40) und zwei Niederlagen bei den beiden stärksten Konkurrenten der Liga Regensburg (66:76) und Roth (48:53). Man konnte jedoch erkennen, dass die Mannschaft auf dem Spielfeld immer mehr zusammen fand. In der Folge sollte in den letzten sieben Spielen keine weitere Niederlage dazukommen. In der Hinrunde konnte man zuhause gegen Tegernheim (84:67) und Weißenburg (82:44) gewinnen und die Bilanz auf 3 Siege und 3 Niederlagen ausgleichen.

Die Rückrunde begann mit zwei hart umkämpften Siegen gegen die beiden Aufsteiger Noris Baskets (58:46) und Weißenburg (56:42). In den beiden folgenden Heimspielen gegen Regensburg und Roth musste man nicht nur gewinnen, sondern auch aufgrund der Niederlagen aus der Hinrunde den direkten Vergleich für sich entscheiden, um sich in der Tabelle zu verbessern.

Extra Motivation holten sich die Ansbacherinnen durch eine Wette mit ihrem Trainer Alexander Marzok: Sollten sie die nächsten zwei Spiele gewinnen, durften sie sich das Outfit ihres Trainers für das letzte Saisonspiel inklusive der Saison- Abschlussfeier direkt im Anschluss aussuchen. Das passende Stück wurde zum Leidtragen ihres Trainers schnell gefunden. Zu diesem Zeitpunkt dachte aber noch niemand an einen möglichen Aufstieg. Doch dann folgten die zwei wahrscheinlich besten Auftritte der Saison: Zuerst holten die Damen den Rückstand von 10 Punkten gegen Regensburg in der letzten Minute durch einen Korb von Susanne Körber auf und gewannen am Ende mit 12 Punkten Unterschied (56:44). Drei Wochen später konnte man dank einer geschlossenen Teamleistung mit 94:49 gegen Roth gewinnen und sich so, aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs, die Tabellenführung erobern. So richtig feiern konnten die Spielerinnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, mussten sie noch in Tegernheim gewinnen, um sicher vor den punktgleichen Regensburgern zu stehen, die ebenfalls noch ein Spiel zu bestreiten hatten. So stehen die Damen am Ende nun am grünen Tisch aufgrund des Saisonabbruchs als Aufsteiger fest und freuen sich auf die Herausforderung Bayernliga in der kommenden Saison.

In einem hervorragenden Mannschaftsgefüge, bei dem jede Spielerin ihren Beitrag zum Erfolg beisteuerte, wurden auch Teammitglieder individuell ausgezeichnet. So trägt mit Annika Kleinekampmann die erfolgreichste Punktesammlerin der gesamten Liga das Ansbacher Trikot. 19,7 Punkte erzielt die Flügelspielerin in 10 Spielen im Durchschnitt. Neben ihr sind auch Rebecca Sturm (Platz 4) und Laura Müller mit 11,4 Punkten (Platz 5) in der Top 5 vertreten. Mit 26 erzielten Dreiern führt Müller die Liga in dieser Kategorie an.


Bericht: Alexander Marzok

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