Bayernliga: TSV 1860 Ansbach mit Gala bei Saisonauftakt

Ein gelungenes Saisondebut feierten die Ansbacher Bayernliga-Basketballer beim TV Lauf. Die Ansbacher gewannen überzeugend mit 95:74, doch dürfen sie jetzt schon bangen, ob der Saisonauftakt bis auf Weiteres das einzige Saisonspiel vorerst bleibt. Schon das geplante erste Heimspiel gegen den TV Amberg wurde von den Oberpfälzern laut einer Pressemitteilung abgesagt, da die Amberger nach dem Saisonauftakt in Dingolfing wegen eines dort aufgetretenen Coronafalles für 14 Tage in Quarantäne mussten. Doch zunächst dürfen sich die Rezatstädter über einen erfolgreichen Saisonstart freuen.

Dabei begann die Partie so gar nicht nach dem Geschmack des Trainer-Duos Müller/Schäff. Da die Laufer in ihrem ersten Saisonspiel aus der Distanz nicht trafen, starteten die Gäste mit einer relativ laschen Zonenverteidigung, die den Gastgebern zu viel Raum ganz für freie Würfe, die diese im ersten Viertel reichlich zu nutzen wussten. Nach fünf Minuten lagen die Ansbacher mit 12:7 vorne, doch fünf Laufer Dreier bescherten ein 22:22 nach dem ersten Viertel. Doch kurz vor dem Ende war ein Dreier von Dollard mit Foul ein kleiner Wachrüttler für die Ansbacher.

„Defense“ war das Thema für das zweite Viertel – verbunden mit einer Gala-Show von Enrique Bush, der alleine in der ersten Halbzeit 25 Punkte sammelte. 12 Punkte in Folge des US-Boys bescherten eine 36:24-Führung und legten die Grundlage für die 53:37-Halbzeitführung. Jetzt klappte auch die Pressverteidigung viel besser und bescherte mehrere einfache Punkte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit stellten die Gastgeber auf Zonenverteidigung um, so dass Ansbach beweisen konnte, die neuen taktischen Anweisungen des Trainer-Duos gut umzusetzen. Nutznießer in dieser Phase war Flo Goldau, beim 63:40 war die Partie entschieden. Wichtig waren noch zwei Dreier vom nimmermüden Jan Niklas Müller. Bis zur 35. Minute bauten die Gäste ihre Führung bis auf 87:58 aus, dann ließ man in der Verteidigung wieder zu viele einfache Chancen zu, was den 95:74-Sieg der Ansbacher aber nicht mehr gefährdete.

Toll zu beobachten war, dass das Team nach der kurzen Saisonvorbereitung schon als Einheit auftritt, wenngleich man viele einfache Chancen noch ungenutzt ließ. Dollard spielte viel mannschaftsdienlicher als im Vorjahr, Roman Miller lieferte eine solide Leistung ab, der jüngste Maxi Schäff zeigte erste gute Ansätze und Enrique Bush krönte seine Leistung mit einem spektakulären alley-oop-Dunking, welches auch die Zuschauer der Gastgeber von den Sitzen riss.

Es spielten: Bush (29), Marzok (2), Jovanov, Müller (15), Nigee (4), Hornbacher (2), Knebel, Miller (12), Schäff (4), Davis (4), Goldau (6) und Dollard (17).

Bericht: hmü

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