Knappe Niederlage für Ansbacher Zweite in einem heiß umkämpften Spiel in Gröbenzell

Die drittplatzierten Gröbenzeller empfingen mit der Ansbacher Zweiten den aktuellen Tabellenführer. Es war womöglich das wichtigste Spiel dieser Saison bisher, zumindest aus Ansbacher Sicht. Obwohl es in fremder Halle gegen die wahrscheinlich besten Gegner diese Saison ging, fuhr man mit viel Selbstvertrauen zum Münchner Vorstadtclub.

Im Vergleich zu den letzten Spielen verschlief der TSV das erste Viertel nicht, es waren eher der ehemalige Regionalligist aus Gröbenzell, die fast schon eingeschüchtert wirkten. Leider konnte man aus dieser wackeligen Anfangsphase aber so gut wie kein Kapital schlagen, da sich auch auf Ansbacher Seite immer wieder leichtsinnige Fehler einschlichen. Zum Ende der ersten 10 Minuten hatte sich weder eine Mannschaft als überlegen herausgestellt, noch eine Führung herausgespielt, sodass man schon nach dem ersten Viertel von einem knappen Spiel ausgehen konnte (21:20).

Das änderte sich allerdings mit Beginn des nächsten Viertels, in dem sich die Gastgeber schon nach 3 Minuten mit über 10 Punkten absetzen konnten. Allerdings fing sich die Zweite dann wieder und verkürzte den Rückstand mit 2 starken Dreiern von Alekos Heimann. Das restliche Viertel verlief wieder auf Augenhöhe, sodass Slama Jama zur Halbzeitpause eine knappe Führung behielt (47:40).

Binnen weniger Minuten konnte der TSV den Abstand nach der Halbzeit auf 2 Punkte verkürzen, anschließend sogar auf einen einzigen Zähler. Doch gerade als es danach aussah, als könnte man das Spiel drehen, setzten sich die Gastgeber kurz wieder auf 11 Punkte ab. Zum Ende des Viertels kam Ansbach wieder auf 5 Punkte heran (62:57).

Dieser 5-Punkte-Rückstand zog sich dann fast durch das gesamte letzte Viertel, in dem sich in den letzten Minuten weder der TSV heranarbeiten, noch Slama Jama sich absetzen konnte. Erst in den letzten 3 Minuten drehte die Zweite wieder auf und kam wieder auf 2 Zähler heran. Genau in dieser Phase wurde das Spiel auch ruppiger und es wurde deutlich mehr gefoult. So kam es auch wenig überraschend, dass sich der starke Alekos Heimann bei einem – trotz des Fouls getroffenen – Korbleger nach einem harten Einsteigen bei einer unsanften Landung den Arm brach.

Nach diesem Schock gelang es Ansbach trotzdem wieder auf einen Punkt heranzukommen und das Spiel fast zu drehen. Nach einem Dreier auf der Gegenseite hatte man nun mit 4 Freiwürfen nach einem Foul beim Distanzwurf und eines Technischen Fouls wegen Meckern die Chance auszugleichen. Leider konnte Courtney Dollard nur 3 der 4 verwandeln und so blieb es bei einem knappen Rückstand für Ansbach.

Generell spielten die Freiwürfe an diesem Abend eine wichtige Rolle. Ansbachs 53% gegen die 71% der Gegner waren unter anderem ein Faktor, der zu dem unglücklichen Spielausgang beitrug. Nur Jan Niklas Müller und Alekos Heimann waren gewohnt stark von der Freiwurflinie.

In den letzten 40 Sekunden nach dem beinahe-Ausgleich schaffte man es nicht mehr, den Ball in den gegnerischen Maschen zu versenken und so konnten die Gastgeber den Endstand mit 4 getroffenen Freiwürfen auf 89:84 ausbauen.

Neben den Freiwürfen war auch Pech mit dabei, und allein eine besser genutzte Möglichkeit hätte den Spielausgang verändern können. Trotzdem kann die Mannschaft mit erhobenen Haupt aus diesen Spiel gehen. Es war definitiv ein starker Auftritt der Mannschaft und man hat es den Gegnern über 40 Minuten extrem schwer gemacht dieses Spiel zu gewinnen.

Außerdem zeigt ein solches Ergebnis gegen die wohl besten Gegner dieser Liga, dass die Zweite sich vor keiner Mannschaft verstecken muss.

Nächsten Sonntag empfängt die Zweite die Treuchtlinger Zweite zum Derby in der Weinberghalle, Vorbeikommen lohnt sich.


Slama Jama Gröbenzell – TSV Ansbach 2 89:84


Nächster Spieltag: TSV Ansbach 2 – VfL Treuchtlingen 2,
Sonntag, 24. November 2019 um 17 Uhr in der Weinberghalle


Bericht: Benno Schwemmer

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