In der diesjährigen Saison der 1. Regionalliga Südost fahren die Piranhas in deutlich ruhigerem Fahrwasser. Nach dem hart erarbeiteten Klassenerhalt im vergangenen Jahr hat die Mannschaft mit dem neuen Übungsleiter der TSV-Basketballer Martin Ides mit dem Abstiegskampf nichts zu tun.

Die Situation seines Jenaer Trainer-Kollegen Chris Schreiber ist da deutlich anders. Zwar befinden sich die Thüringer seit der nachträglichen Verpflichtung von Justin Smith (24,2 PpS; Platz 2 ligaweit) im Aufschwung. Doch der Saisonstart mit 9 Niederlagen am Stück wiegt noch schwer.

hapa Ansbach gewinnt gegen Jena 20180414

hapa Ansbach mit Achterbahnfahrt gegen Jena

Und dennoch bekamen die gekommenen Zuschauer einen äußerst ausgeglichenen Spielbeginn zu sehen. Während die Ansbacher sich bemühten mit ruhigem Spielaufbau zum Ziel zu kommen, konterte Jena mit Aggressivität und einer Verteidigung über das komplette Spielfeld.

Und doch hatten beide Mannschaften eines gemein.

Während die hapa-Basketballer 5 erfolglose Wurfversuche von außen nahmen, hielt Jena mit 6 Fehlwürfen dagegen. Ein Erfolgserlebnis konnten beide nicht verzeichnen. So verlagerten beide ihre Angriffsstrategie in Richtung des Korbs, wo Walter Simon mit 7 Punkten erfolgreich war und Ansbach den 15:13-Gewinn des 1. Viertels bescherte.


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Der zweite Spielabschnitt zeigte sich anschließend in einem völlig anderem Gewand. Ansbach setzte Jena nun stark unter Druck und erspielte sich mehrere Ballgewinne, die dank verbesserter Zielgenauigkeit zu 6 Dreiern bei 11 Versuchen verwertet wurden.

Vor allem Aufbauspieler Christopher Roll drehte mit 11 Punkten und perfekter Ausbeute von der Dreierlinie (3/3) auf.

Jena hingegen war sichtlich verunsichert und konnte sich bei ihrem Topscorer Justin Smith bedanken, der sich mit 9 Punkten gegen die heimische Übermacht stellt. Den auf 45:27  ansteigenden Vorsprung vermochte aber auch er nicht zu verhindern.

Und auch nach dem Seitenwechsel schienen die Basketballer von der Rezat ihre Spielfreude nicht zügeln zu wollen. So stieg die Führung nach viereinhalb Minuten auf beruhigende 27 Punkte (57:30) an. Mit dem komfortablen Vorsprung im Rücken schalteten die Gastgeber nun mehrere Gänge zurück.

Ein fast fataler Fehler, wie sich noch herausstellen sollte.

Jena nutzte die Unkonzentriertheit eiskalt aus und verkürzte innerhalb von 4 Minuten auf nur noch 10 Punkte. Zwar erhöhte Imberi für Ansbach nochmals die Führung. Der deutliche Vorsprung war aber dahin (63:51).

Auch im letzten Viertel fanden die Ansbacher nur selten ihren Rhythmus. Punkt um Punkt verkürzten die Gäste und konnten bei verbleibenden 2 Minuten die sensationelle 76:78-Führung ergattern. Doch noch war die Mannschaft um Sprung-Wunder Paul Nzeocha nicht geschlagen.


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Nachdem Freer per Freiwurf den Ausgleich hergestellt hatte, sorgte Nzeocha im Zusammenspiel mit Marcel Koulibaly für den benötigten Matchball.

Koulibaly forcierte den Schnellangriff, zog energisch in die Zone und legte auf Nzeocha ab, der den Ball in der Luft fing und mit seinem präzisen Handgelenk zum 80:78 einnetzte. Anschließend versagte Jena einmal an der Freiwurflinie, während Koulibaly von der Linie fehlerfrei blieb und letztendlich den eigentlich schon sicher geglaubten 82:79-Sieg dingfest machte.

Mit der gleichzeitigen Niederlage von Schwabing gegen Breitengüßbach ist den Mittelfranken der 7. Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen.

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